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schweifende Gedanken

Das Leben kann sich von einen Moment auf den anderen ändern...

Du bist grad in einer nicht funktionierenden Beziehung die seit dreieinhalb Jahren geht, weißt das du diesen Typen nie wieder los wirst, wirst ihn heiraten, Kinder mit ihm kriegen, alt werden....
Ihr wollt grad umziehen, neu anfangen und plötzlich, aus dem Nichts... macht er Schluss. Lässt dich sitzen und nimmt dir deine Träume, deine Wünsche, alles für was du gelebt und getan hast...
Du bist ein Häufchen Elend, weißt nicht was du ohne ihn tun sollst... alles ist weg, keiner ist für dich da und die bist ganz alleine.
Vor lauter Kummer und Schmerz kannst du dich nicht bewegen, nicht essen, nicht schlafen, nicht arbeiten...

Und dann hab ich einen neuen kennengelernt.
Naja, kennengelernt. Er war ein guter Freund den ich schon fast 4 Jahre gekannt habe.
Am Anfang war es nur ein besoffener "Ausrutscher", niemand sollte davon erfahren. Dann wurde er eine Bettgeschichte. Ganz so glücklich war ich nicht damit, aber er war da.
Er hat mir zugehört, hat mich wieder aufgebaut, war für mich da... eben das was ein guter Freund tun sollte.
Und dann hat es nicht aufgehört. Und jetzt sind wir zusammen.
"Es gibt nur eine Regel die du beachten musst, wenn du eine Fick-Beziehung mit jemanden hast: keine Gefühle. Das geht sonst nicht gut" hat er gesagt.
Ich fand ihn immer schon toll. Dann fand ich ihn noch toller. Und jetzt liebe ich ihn.

Er ist perfekt.
Er sieht perfekt aus, er ist vom Charakter perfekt. 100% perfekt. Vielleicht zu viel perfekt?
Und wieder fange ich an zu grübeln... will ich ihn wirklich? Oder doch wieder den alten?
Der, der dir unglaublich wehgetan hat. Mit dem du dann befreundet sein wolltest, was super geklappt hat. Bis er wieder so war. Und dann hast du ihn zum zweiten Mal verloren.
Aber du hast eine Zukunft mit ihm gehabt. Verheiratet sein, Kinder haben, alt werden... wolltest du das nicht eh?
Aber mit ihm wirst du das nie haben. Mit keinem von beiden.
Der eine ist für immer weg, du willst ihn gar nicht, aber du träumst jede Nacht von ihm, während dein "neuer" neben dir liegt und dich abgöttisch liebt, der alles für dich tun würde und einfach nur perfekt für dich ist und dich glücklich macht.
Aber der andere will dir nicht aus dem Kopf gehen...

Wann kann ich ihn vergessen? Wann wird er mir egal sein? Wann werde ich mein Glück akzeptieren?

Es ist alles so neu für mich.. seine Familie weiß wahrscheinlich nicht mal was von mir, sein Bruder mag mich nicht, er will absolut keine Kinder, nicht heiraten, dauernd nur Party machen und das Leben genießen, hatte vor mir schon unzählige andere...
Ich kann das nicht. Akzeptieren das er vor mir andere hatte. Ich will das nicht hören was er mir manchmal erzählt. Es zerreißt mich. Es macht mich fertig.
Und dann ist er doch nicht so perfekt wie ich gedacht habe...

Und dann fange ich wieder an so zu werden. Wie ich war. Wie ich nie wieder sein wollte.
Kalt, gefühllos, erbarmungslos... und er leidet. Wir sind grad mal über ein Monat richtig zusammen, und er leidet.
Ich will nicht das er leidet. Ich will nicht das ich leide. Ich will es genießen. Einfach einmal in meinem Leben glücklich sein.
Und ich bin glücklich.
Aber ich akzeptiere es nicht.

Aber... Aber... Aber...

Es wird nie aufhören. Ich werde nie aufhören so zu sein wie ich bin.
Und die Wunden werden tiefer, von mal zu mal.. er hat es gesehen.
Wie schlecht es mir eigentlich geht...
"sei nicht so traurig" hat er gesagt...
"es macht mich fertig wenn du so bist" hat er gesagt
"ich liebe dich"... hat er noch nie gesagt.
"ich will mit dir für immer zusammen sein"... hat er noch nie gesagt.

Existenzangst... Verlustangst... ist das doch nicht eh normal in meiner Situation?
Aber was ist schon normal? Seit wann bin ich normal?
Ich will auch gar nicht normal sein. Ich will einfach Ich sein.
Aber was bin Ich? Wer bin "Ich"?

Meine Güte...
Ich lebe in einer WG mit einem leiwanden Typen, habe meine Freiheiten und kann tun und lassen was ich will und keinen soll es jucken.
Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern.
Ich habe einen ur tollen Freund.
Ich habe einen ur tollen Job.
Ich habe viele tolle Freunde.
Ich habe eine schöne Zeit. Die schönste und glücklichste Zeit meines Lebens.

"ich hab sie noch nie so glücklich gesehen, du tust ihr sehr gut" hat mein Vater zu ihm gesagt.

Ich bin doch glücklich verdammt nochmal. Ich hab doch alles was ich will.
Und doch ist da diese Leere.
Trotzdem bin ich traurig.

Warum???

Brauch ich das? Traurig zu sein?
Ist.. ist diese Traurigkeit ein Teil von mir?
Aber... diese Wut. Gehört sie auch mir?
Und die Leere... diese elendige Leere... die mir die Luft zuschnürt. Die mir wehtut. Extrem wehtut.
Früher war alles so krampfhaft perfekt.
Es ist doch jetzt nicht mehr krampfhaft...

"ich bin glücklich" hab ich gesagt
"ich bin ruhiger und gelassener geworden" hab ich gesagt
"ich weiß das ich nie mit ihm streiten werde und nicht so sein werde wie vorher" hab ich gesagt

Hab ich die Wahrheit gesagt?
Was ist überhaupt die Wahrheit?
Das ich krank bin?
Das ich Therapie gebraucht hätte, als er mich im Stich gelassen hat?

Es ist mein... mein Bedürfnis.
Traurig sein...
Wütend sein...
Leer zu sein...
Das ist doch... menschlich.


Ich bin nur leer wenn er nicht da ist. Wenn er nicht 24h in meiner Nähe ist.
Ist es nur das? Das ich dann wütend werde wenn er nicht da ist?
Ich will ihn nicht einschränken... nicht sagen "wenn du nicht da bist, dann tu ich mir was an"
"ich bin nur glücklich wenn du bei mir bist"

Und schon wieder hab ich mich an jemanden gewöhnt. Ich bin es gewohnt das er da ist.
Bin gewohnt das wir jeden Tag miteinander schlafen. Miteinander einschlafen. Miteinander aufwachen. Miteinander in die Arbeit fahren. Miteinander was unternehmen. Miteinander essen.
Ich bin jetzt wieder zu zweit.
Vielleicht ist es das?
Ich bin jetzt doppelt sozusagen.

Und er macht so viel für mich.
Aber ich mache so wenig für ihn. So empfinde ich es.
Ich will nichts für ihn machen... sonst mach ich mir Vorwürfe, warum ich alles für ihn gemacht habe.

Ich will mein Leben genießen und glücklich sein.
Vielleicht kann ich es auch einfach nicht?
Weil ich nicht weiß wie das geht?
G-L-Ü-C-K-L-I-C-H

Ich habe vielleicht nur Angst, dass er mich nicht mehr mag wenn er weiß wie ich wirklich bin.
Ich habe mich für ihn verstellt, verändert. Damit er mich mag. Damit er bei mir bleibt.
Aber langsam fange ich an, ihm mein wahres Ich zu zeigen.
Und ich habe ihm erst so wenig von mir gezeigt, und er kommt jetzt schon nicht damit klar.
Ich überfordere ihn... "Ich" überfordert ihn.

Und wenn ich mich weiter verstelle?
Nein... dann platze ich... und dann ist er für immer weg.

Ob ich ihn liebe?..
Ehrlich gesagt: ich weiß es nicht.
Ich weiß nicht mehr wie Liebe geht.
Ich spüre das prickeln... die Schmetterlinge im Bauch, die schon durchdrehen... will immer bei ihm sein.
Das ist es doch
Warum fühlt es sich nur so komisch an?
So... so anders?

Aber... aber... aber...

Vielleicht weil er noch in meinen Gedanken ist?
Weil ich noch nicht losgelassen habe?
Noch nicht abgschlossen habe?
Weil es jetzt entgültig aus ist...
Ich hab ihn als Partner verloren, und jetzt hab ich ihn als Freund verloren....
So viel Verlust..

Ich habe Angst wieder alles zu verlieren. Wieder ohne nichts dazustehen.
Soll ich es ihm sagen? Wir er es verstehen? Wenn ich ihm meine Ängste und Gefühle offenbare? Bleibt er dann noch bei mir?
Oder ist ihm das zu viel Verantwortung?

Aber er... liebt mich doch.
Er ist kein Beziehungsmensch. Er hat gesagt er weiß nicht wie das geht.
Und er macht alles perfekt. Er will alles für mich perfekt machen... hat er gesagt.
Damit es mir gut geht... und dann wenn es mir gut geht? was dann? Lässt er mich dann auch fallen?

Fallen... tiefer... in ein Loch... wo ich gedacht habe ich komme nie wieder raus.
Und dann hab ich einfach drinnen Party gemacht in diesem Loch.

Akzeptiers doch.

Du warst krank.
Du hast eine scheiß Beziehung gehabt.
Du warst total unglücklich.

Und jetzt bist du glücklich verdammt nochmal.
Seine Freunde mögen dich!
Er mag dich! Sehr sogar! Zweifle nicht dran! Du machst ihn doch so glücklich!
Deine Eltern mögen dich! Und du magst sie!
Du magst deine Arbeit! Kriegst immer Lob! Du bist gut!
Deine Wohnungssituation ist doch perfekt! WG mit so einem leiwanden Typen!
Und du bist diesen scheiß Kerl los! Kannst ihn endlich abschreiben! Er tut dir nicht gut zum Teufel nochmal!

So. Und jetzt hörst du auf mit dem Scheiß.
Halt endlich den Mund, du dumme kleine Grüblerin.
Es reicht!




11.5.11 15:33
 


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