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wenn gedanken schweifen...

ein neues Jahr ist angebrochen
was wird dieses Jahr passieren?
welche Leute werde ich dieses Jahr kennelernen?
wer wird dieses Jahr von mir gehen?
wer wird dazukommen?

die Zeit vergeht... tick-tack-tick-tack...

ich werde älter...
alle werden irgendwann von mir gehen..
bis ich eines Tages von ihnen gehe...
irgendwer wird sowieso alleine dastehen, ob das die anderen sind oder ich

ich Moment bin ich es, die alleine da steht
ich muss meine Probleme selber meistern, ich muss selber schauen, wie ich damit fertig werde... keiner wird mir helfen

die Zeit vergeht... tick-tack-tick-tack...
mein Urgroßopa ist krank, er wird bald sterben...
sein Hund Bubi ist schon 16 Jahre alt... man sieht es ihm an... letztes Mal wird wohl das letzte Mal gewesen sein... den Winter wird er nicht überleben...
meine Mäuse...sie werden doch nur 1-2 Jahre alt...werd wird Brownie folgen?
Chini hat Probleme mit ihren Zähnen, vielleicht muss sie eingeschläfert werden...

keiner ist für mich da
ich tarne mich mit meinem Blut, damit sie es nicht merken
damit sie nicht merken, wie schlecht es mir in Wirklichkeit geht...

ich muss meine Gefühle unterdrücken
manchmal will ich schreien
alles aus mir rausschreien
ich will Sachen zerstören, gegen die Wand werfen
ich will mich und andere kaputt machen
aber ich muss es unterdrücken...
so wie ich immer alles unterdrückt habe...
immer und immer wieder habe ich es versteckt, unterdrückt, ich wollte nie das es jemand sieht
meine Gefühle
meine hässlichen Gefühle... wenn ich sie beschreiben müsste wären es nur die lächerlichen Gefühle eines kleinen Kindes, das verzweifelt danach strebt, beachtet zu werden und deswegen anfängt zu sprechen und zu laufen, damit es dazugehört und Aufmerksamkeit bekommt

ich bin zwar schon erwachsen, aber im inneren bin ich noch immer dieses kleine Kind... das verzweifelt nach Aufmerksamkeit ruft...
aber niemand hört es.. sie sind mit sich selber beschäftigt, sie haben ihre eigenen Probleme, als auf die lächerlichen Gefühle eines kleinen hässlichen Kindes zu achten...

und die Zeit vergeht... tick-tack-tick-tack

warum muss ich das immer unterdrücken?
vor was hab ich Angst?
hab ich Angst davor mein wahres Ich zu zeigen?
so, wie ich wirklich bin?
das hatte ich doch schon hinter mir...
damit habe ich doch schon abgeschlossen...
aber es kommt immer wieder...
immer wieder kommt diese Mauer um mich herum...
egal wie oft ich sie zerstöre, sie baut sich immer wieder auf...
und ich verschließe ich vor allen...
und muss selber auskommen
so wie ich es immer gemacht habe
nur um meine Ehre zu bewahren, nur um ein Stückchen meiner kleinen Ehre zu bewahren..
die anderen sollen es sehen... aber zu ihnen gehen und um Aufmerksamkeit und Anerkennung betteln?
nein.. das kleine Kind ist eingesperrt hinter der Mauer... es will nicht mehr um Aufmerksamkeit betteln...
sie sollen von selber kommen... wenn sie es nicht von selber tun, dann haben sie doch eh kein Interesse daran, wie es mir geht..
aber nur nicht zu nah kommen... sonst geht vielleicht noch die Mauer kaputt... es ist mühsam sie wieder aufzubauen...

...tick-tack-tick-tack...

wie lange wird es dauern, bis es aus mir herausplatzt?

er hat mich schon erlebt... wenn ich platze...
er hat meinen Schrei gehört...
er hat erlebt wie ich wirklich bin...
er war aber nicht der erste...
ich bin schon oft geplatzt...
wie ein Luftballon, der seine ganze Luft nach außen presst und dabei einen lauten Ton von sich gibt...

...tick-tack-tick-tack...

wann wird die Bombe hochgehen?
wann werde die anderen sehen, wie ich wirklich bin..
wie schwach in wirklich bin..

ich bin alleine...
aber würde ich wirklich alleine Leben, wäre mein ganzer Körper ständig von neuen Wunden übersäht..
warum mach ichs nicht einfach?
zu schwach? nein.
es sind die anderen
sie dürfen nicht sehen, wie schwach ich bin
nein, das klein bisschen Ehre behalte ich...


keiner kann das verstehen...
es ist meins.. nur ich kann das verstehen...
und so steh ich wieder alleine da...
und je mehr sich die Mauer um mich aufbaut, desto mehr verliert sich meine Existenz im nirgendwo...

deswegen die vielen Tiere..
Tieren ist es wurscht, ob ich jetzt schlecht gelaunt bin oder nicht
ihnen ist es egal, was ich wiedermal gedacht habe
ihnen ist es egal, was ich wiedermal gesagt habe
ihnen ist es egal, wie ich aussehe
ihnen ist egal, was ich gegessen oder getrunken habe
weil ich weiß, das sie sich sowieso nicht um mein Leben kümmern
warum sollte sich eine Maus oder ein Chinchi um MICH gedanken machen?
und diese Stille die zwischen ihnen und mir herrscht, dieses nehmen und geben ohne einander zu nah zukommen... das ist das, was mich an Tiere so bindet
sie hören mir zu, ohne mich zu verurteilen oder mich zu beschimpfen
sie spüren, das es mir nicht gut geht, aber sie fragen mir nicht Löcher in den Bauch, sondern springen vielleicht mal auf meine Schulter, als ob sie sagen würden "hey, ich bin ja da"

wenn Menschen das versuchen würden, würde das sowieso nicht klappen, das können nur Tiere
aber Tiere leben nicht so lange...

tick-tack-tick-tack

es wird nie aufhören
dieser Teufelskreis

tick-tack-tick

es wird nie aufhören wenn alles so ist wie es zur Zeit ist

tick-tack

was hat das noch für einen Sinn?

tick-

keinen

-tack.

20.1.09 22:33


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